Rolf De Marchi

Mai 30, 2008

Unterschiedlicher Interpretationsansatz

Abgelegt unter: Musik — rolf @ 11:24 pm

Stilistisch recht unterschiedlich interpretierten der Universitätschor Karlsruhe und der Konzertchor Oberbaselbiet Werke der Romantik.

Der Umstand, dass der Universitätschor Karlsruhe im Oberbaselbiet, genauer in Gelterkinden ein Konzert gab, mag auf den ersten Blick überraschen, wenn man allerdings erfährt, dass es verwandtschaftliche Beziehungen zwischen der Leitung dieses Chores mit dem Präsidium des Konzertchores Oberbaselbiet gibt, wird einem einiges klar. Der Karlsruher Unichor wurde 1978 neu gegründete und umfasst über hundert Studierende und Mitarbeiter der Universität, die sich ein Mal pro Woche treffen, um pro Semester ein Konzertprogramm zu erarbeiten. Den Unichor in die Katholischen Kirche von Gelterkinden eingeladen hatte der 1975 gegründete Konzertchor Oberbaselbiet, der ein breites Repertoire vom Barock bis zur Moderne pflegt und regelmässig Konzerte gibt.
«Romantische Chormusik» lautete das Motto dieses Konzerts in Gelterkinden und in der Tat umfasste das Programm des Konzertchores Oberbaselbiet, der als erstes sang, ausschliesslich Werke romantischer Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara Schumann-Wieck, Max Reger, Edvard Grieg und Niels Wilhelm Gade.
Im besonderen bezüglich dynamischen Abstufungen und Intonationssicherheit vermochte der Chor unter der Leitung von Franziska Baumgartner-Meier ordentlich zu überzeugen, wenn man von einigen polyphonen Stellen absieht, wo die einzelnen Stimmlagen etwas wackelig in ihre Partien einstiegen. Zart und sensibel der Interpretationsansatz von Frau Baumgartner-Meier, wobei allerdings der Vortrag steckenweise denn doch etwas zu süsslich geriet und es ihm generell ein wenig an Ecken und Kanten mangelte.
Ganz anders anschliessend die Vorgehensweise des Dirigenten Nikolaus Indlekofer, der zwar nicht ganz mit der gleichen Raffinesse ans Werk ging, dafür aber seinen Universitätschor Karlsruhe wesentlich zupackender und lebhafter ein stilistisch breiteres und abwechslungsreicheres Programm mit Werken von Felix Mendelssohn, Josef Gabriel Rheinberger und den beiden wohl eher nicht romantischen Komponisten Laszlo Halmos (Ungarn, 1909-1997) und Vytautas Miskinis (Litauen, 1954) singen liess.
Abschliessend standen dann noch beide Chöre gemeinsam auf der Bühne und interpretierten Werke von Franz Schubert, Felix Mendelssohns und Josef Gabriel Rheinberger.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung

Mai 28, 2008

Der vierte apokalyptische Reiter mit Namen Tod

Abgelegt unter: Musik — rolf @ 11:53 pm

Neben Giuseppe Verdis «Messa da Requiem» bringt die Basler Sinfonietta die Komposition «Der Tod auf einem fahlen Pferd» des Westschweizer Komponisten Laurent Mettraux zur Uraufführung.

Laurent Mettraux wurde 1970 in Fribourg geboren wo er an Musikakademie Klavier, Violine, Gesang und Musiktheorie sowie in Genf Komposition studiert hat. Er hat verschiede Kompositionspreise gewonnen und seine Werke werden mehr und mehr auch international von bedeutenden Interpreten aufgeführt.

Herr Mettraux. Sie komponieren Neue Musik. Kann man damit reich werden?

Laurent Mettraux (mit einem breiten Lächeln): Nein, reich wird man damit sicher nicht, im Besonderen wenn man wie ich nur vom Komponieren lebt und keinen Brotberuf wie eine Lehrtätigkeit an einer Musikhochschule hat. Ich muss mich ständig um Gelder von Ensembles oder Stiftungen wie Pro Helvetia kümmern, was mich leider viel Zeit kostet, die mir vom Musikschreiben abgeht.

Sie haben im Laufe Ihrer Musikausbildung Meisterkurse unter anderen des Berner Komponisten Heinz Holliger und des Esten Avo Pärt besucht. Was hat Sie dazu bewogen, zu diesen vom Stil her sehr unterschiedlichen Komponisten in den Unterricht zu gehen?

Mettraux: Stilfragen sind für mich zweitrangig. Die Welt der Musik sowohl in ihrer Geschichte vom Altertum bis in die Gegenwart als auch bezüglich ihrer Kulturen wie China, Japan oder Indien ist so unglaublich reich an Kostbarkeiten, dass ich wie eine Biene von musikalischer Blüte zu Blüte fliege, um anschliessend den gewonnen Nektar in meinen Honig, beziehungsweise meine Kompositionen umzuwandeln. Bei Holliger hat mich vor allem die Lehre neuer Klänge und instrumentaler Spielarten fasziniert, bei Pärt hingegen war ich vom Archaisch-Meditativen in dessen Werken angetan.

Sie wurden im Jahr 1998 für Ihr Orchesterwerk «Ombre» mit dem Preis der Donaueschinger Musiktage ausgezeichnet. Was ist ein Preis wert von einer Veranstaltung, die ihre beste Zeit in den 50er- und 60er-Jahren hatte und mittlerweile von vielen als das Treffen Ewiggestriger betrachtet wird?

Mettraux (mit einem Schmunzeln): Das war fast ein kleiner Skandal damals, als ich diesen Preis gewann. Viele waren irritiert, das ein Aussenstehender wie ich, der nicht zum erlauchten Kreis der etwas in sich gekehrten Donaueschinger Szene gehört, mit einem Werk mit neoromantischen Elementen den Preis gewonnen hatte. Gewisse avantgardistische Kreise wirkt tatsächlich etwas abgehoben und schein vieles, was um sie herum läuft, nicht so recht zur Kenntnis nehmen zu wollen. Gerade deshalb habe ich mich aber über den Preis sehr gefreut.

Jahr für Jahr kommen zu einer bereits existierenden gigantischen Menge an teilweise qualitativ hochstehenden Kompositionen Hunderte neuer Werke hinzu, die oft nur uraufgeführt werden und dann nie wieder gespielt werden. Wie geht es Ihnen diesbezüglich mit ihren Werken?

Mettraux: Anfänglich war das bei mir auch so, inzwischen aber bekunden immer mehr Musiker Interesse an meinen Werken und es hat sich auch herumgesprochen, dass ich bezüglich des Notenmaterials nur beste Qualität liefere, das übers Internet problemlos und schnell bestellt werden kann. Inzwischen werden meine Werke auch international immer öfter wiederaufgeführt.

Sie haben als Sujet für die von der Basler Sinfonietta bestellten Auftragskomposition «Der Tod auf einem fahlen Pferd» eine Textstelle aus der Apokalypse gewählt, wo der vierte apokalyptische Reiter mit Namen Tod das Schwert, den Hunger und die Pest über die Menschheit bringt. Warum haben Sie gerade diesen Stoff gewählt?

Mettraux: Die Basler Sinfonietta hat mich gebeten, einen engen thematischen Bezug zum anderen Werk des Konzerts, Verdis Requiem zu schaffen, so dass dieses Thema auf der Hand lag. Dazu kommt, dass der Stoff sich hervorragend dazu eignet, dramatische Spannung zu schaffen und entsprechend die vielen Möglichkeiten eines Sinfonieorchesters einzusetzen.

Im Unterschied zu Verdis Requiem, das immerhin am Ende einen zarten Hoffnungsschimmer aufleuchten lässt (Herr gib ihnen ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen), endet ihr aktuelles Werk augenscheinlich in der Hoffnungslosigkeit. Gibt es keine Hoffnung?

Mettraux: Durch die Thematik des Stoffes bedingt gibt es in diesem Werk tatsächlich keine Hoffnung. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass in diversen anderen meiner Werke mit ernstem Inhalt auch die Hoffnung nicht zu kurz kommt.

Ist es möglich zu beschreiben, was das geneigte Publikum am kommenden Samstag im Basler Münster musikalisch in Ihrem Werk «Der Tod auf einem fahlen Pferd» zu hören kriegt?

Mettraux: Eine expressive Atmosphäre durchsetzt mit sonderbaren Klängen einerseits, markante Bläsereinsätze, unerbittliche Rhythmen und wilde Akkordik andererseits.

Haben Sie eine Tipp für all diejenigen, die mit Neuer Musik Mühe bekunden, wie sie einen besseren Zugang zu Ihrer Musik finden können?

Mettraux: Sie sollten die Musik auf sich einwirken lassen, die Melodien, Klänge und Rhythmen verfolgen und die Bilder vom Schrecken des herangaloppierenden Todes und seinen furchtbaren Verwüstungen vor Ihrem inneren Augen aufsteigen lassen.

Herr Mettraux, vielen Dank für dieses Gespräch.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung

Mai 26, 2008

An der Schmerzgrenze

Abgelegt unter: Musik — rolf @ 9:25 am

Das Aeterea Saxophonquartett spielte Schweizer Kompositionen von den 70er-Jahren bis heute.

Der Basler Komponist Alex Buess (1954) hat sich darauf spezialisiert, die Zuhörerinnen und Zuhörer seiner Werke auf die Folter zu spannen. Und dass dies nicht nur im metaphorischen Sinne gemeint ist, konnte man beim Konzert «So Long - Schweizer Kompositionen von den 70er-Jahren bis heute» des Aeterea Saxophonquartett im Basler Schmiedehof erfahren, wo das Quartett Buess’ Komposition «ATA9» für vier Sopransaxophone interpretiere. Das Sopransaxophon an sich ist schon recht hoch gestimmt, wird aber gleich auf vier dieser Instrumente in den höchsten Flageoletttönen gnadenlos im grössten Fortissimo geblasen wird tatsächlich nur haarscharf an der realen physischen Folter vorbeigeschrammt.
Die Saxophonistin Claudia Vollenweider und die drei Saxophonisten Tobias Gerber, Remo Schnyder, Pietro Soldini jedenfalls, die ihre Musikausbildung teilweise an der Basler Hochschule für Musik bei Markus Weiss, teilweise in Zürich bei Jean-Georges Koerper absolviert haben, spielten die Komposition von Alex Buess spieltechnisch versiert und mit grossem Engagement.
Insgesamt sechs Kompositionen standen auf dem Programm des Quartetts, darunter auch ein ‚Klassiker’, das Quartett für zwei Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon des Basler Komponisten Rudolf Kelterborn (1931), das dieser 1979 für den damals führenden Saxophonvirtuosen Iwan Roth und sein Schweizer Saxophon Quartett geschrieben hat. Der wohl berühmteste der gespielten Komponisten dürfte der Grieche Iannis Xenakis (1922-2001) gewesen sein, in dessen Werk «XAS» für Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon (1987) gelegentlich auch an der Schmerzgrenze herumlaboriert wurde.
Zu den faszinierendsten der gespielten Werke müssen wohl die «31 anatomie notturne» für vier Altsaxophone (1998) von Nadir Vassena (1970) gerechnet werden, wo die vier Musiker die ganze Palette unterschiedlichster Spieltechniken auf dem Saxophon wie Slaptonque, Growl-Effekte, Obertonblasen, Flatterzunge, tonlos Blasen etc. zum Einsatz bringen konnten.
Und nicht minder fesseln schliesslich das Werk «So Long» für Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon (1997) des Basler Kompoisten Daniel Weissberg (1954), wo die vier Saxophonisten Klangflächen aufbauten, die durch mikrotonale Verschiebungen laufend ihren Charakter änderten. Gross dann die Überraschung, als die vier fast wie ein tibetanischer Mönchschor zu singen begannen oder mit Witz sehr laut und überzeichnet zu Atmen anfingen. Nach einem kurzen, nur auf den Saxophonmundstücken gespielten Intermezzo, beendete das Aeterea Saxophonquartett sein Konzert auf den ohne Mundstück geblasenen Instrumenten mit einem sirenenartigen Klang, der in einem immer leiser werdenden Morendo verklang.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung

Mai 25, 2008

In leuchtenden Farben schillernde Ragamusik

Abgelegt unter: Musik — rolf @ 10:09 am

Mit hinreissender Verve interpretierten der Sarod-Meisters Aditya Verma und der Tabla-Spieler Udai Mazumdar selten gespielte Ragas.

«Schöner Klang» lautet die Übersetzung des persischen Wortes Sarod, jenes Instrument, das sich in der klassischen indischen Musik neben der Sitar immer grösserer Beliebtheit erfreut. Tatsächlich spricht alles dafür, das die zur Familie der Lauteninstrumente gehörende Sarod ihren Ursprung in Persien hat, von wo sie als Rabab über Afganistan nach Indien gekommen ist und sie schliesslich um 1820 ihre heutige Form erhielt.
Wie einzigartig dieses Instrument klingt, konnte man beim Konzert des Sarod-Meisters Aditya Verma in der Peterskirche erfahren, der unter anderem beim Grossmeister Ustad Ali Akbar Kahn in die Schule gegangen ist. Begleitet vom nicht minder virtuos spielenden Tabla-Spieler Udai Mazumdar interpretierte Verma selten gespielte Ragas, die ausschliesslich vom Meister an seine besten Schüler oder sogar nur an den Sohn oder den Neffen weitergegeben werden. Viele dieser sogenannten «Aprachalit (selten) Ragas» sind wegen ihrer grossen Komplexität bei den Musikern nicht sehr beliebt, beim Publikum allerdings werden sie sehr geschätzt.
Mit einem warmen, dunklen Ton auf den tiefen Saiten seiner Sarod stieg Aditya Verma in dem als erstes gespielten «Raga Chandra Kauns» ein, ein Stück, das ohne Perkussionsbegleitung durch die Tabla auskam. Das anfänglich sehr ruhige, melodiöse Spiel mit seinen schwungvollen Ornamenten und Verzierrungen wurde mit der Zeit immer komplexer und tonreicher und stieg konstant in immer höhere Lagen, wo das Instrument eine fast glockenartigen Ton hat.
Beim zweiten interpretierten «Raga Keiseri Randshani» mit seinen für europäische Ohren schwer nachvollziehbaren Taktzahlen 11 und 16 stieg dann Udai Mazumdar mit seiner Tabla ein. Mit der kleinen tiefer gestimmten Pauke Bayan der linken Hand legte er das warme Fundament, mit seinen schnellen Fingern der Rechten strukturierte Mazumdar auf der kleineren Trommel Dayan die mit schnellen Wirbeln durchsetzten Rhythmen und Beats, wobei der Musiker virtuos durch Variation der Anschlagstechniken die unterschiedlichen Klangmöglichkeiten das Instruments ausnutzte.
Als gelungene kleine Überraschung hatte übrigens Udai Mazumdar noch eine seiner Schülerinnen mitgebracht, die blutjunge Sängerin Sabrina, die von ihrem Lehrer auf einem kleinen Harmonium begleitet mit warmer und erstaunlich reifer Stimme zwei indische Lieder in traditionellem Stil sang.
Nach dem etwas melancholisch klingenden «Raga Ragmala» stiegen Aditya Verma und Udai Mazumdar in den in leuchtenden Farben schillernden «Raga Mishra Kamtsh» ein, bei dem sich die beiden auf einander eingespielten Musiker mit immer schnellerem und intensiverem Spiel gegenseitig zur Klimax des Ragas und zum gelungenen Ende des Konzertes vorantrieben.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung

Mai 22, 2008

Das Gundeli feiert seinen Jannot

Abgelegt unter: Musik — rolf @ 11:40 pm

Mit einem Festakt wurden mehrere Gedenktafeln zu Ehren des Gundeldinger Bürgers Jean Tinguely enthüllt.

In Fribourg geboren aber im Basler Gundeldinger Quartier aufgewachsen ist er, der seit Arnold Böcklin vermutlich bekannteste Basler Künstler Jean Tinguely (1925-1991). An drei verschiedenen Orten lebte Tinquely in seiner Jugendzeit im Quartier, wo er auch die Primar- und die Realschule besuchte. Nach einer Lehre als Dekorateur und dem Besuch von Kursen an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel wanderte Jean Tinguely 1952 nach Paris aus, wo ihm mit seinen kybernetischen Plastiken der internationale Durchbruch gelang.
Mit Recht stolz sind also die Bürger des Gundeli auf ihren Jannot, wie Jean Tinguely von seinen Freunden liebevoll genannt wurde, so dass sich der Neutrale Quartierverein Gundeldingen NQVG dazu entschloss, den berühmten Mitbürger zu dessen Geburtstag am 22. Mai mit mehreren von Jean-Marc Gaillard erstellten Gedenktafeln zu ehren, die an den diversen Orten, wo Tiguely gelebt und gewirkt hat (Winkelriedplatz 1, Solothurnerstrasse 41, Dornacherstrasse 311, Thiersteiner Schulhaus, Gundeldinger Feld) angebracht wurden. Jean-Marc Gaillard hat übrigens soeben im Tiguely-Museum von Seppi Imhof die Aufgabe übernommen, die Maschinenplastiken von Jean Tinguely zu warten und am Laufen zu halten.
Natürlich musste die Enthüllung dieser Gedenktafeln mit einem gebührenden Festakt begangen werden, zu dem der NQVG in die Querfeld-Halle auf dem Gundeldinger Feld geladen hatte. Nach den bei solch einem Anlass üblichen Begrüssungs- und Dankesworte durch Elfi Toma, die die Kulturgruppe des NQVG leitet sowie dem Leiter der Planungsgruppe des NQVG Claude Wyler bot der Vizedirektor des Museums Tinguely Dr. Claude Wyler einen kurzen, vergnüglichen Abriss über die Jugendjahre Tinguelys im Gundeldinger Quartier.
Anschliessend schritt der Pianist und Komponist René Wohlhauser zum musikalischen Teil des Festaktes, in dem er die Klaviersonate f-Moll op. 2, Nr. 1 von Ludwig van Beethoven interpretierte. Leider erwies sich die Sonate als etwas zu anspruchsvoll für die pianistischen Fähigkeiten des Interpreten, war doch diese mit Spielfehler arg gespickt.
Besser gelang da Wohlhauser die Uraufführung seiner Komposition «Ly – Gue – Tin» (2008) für Sopran und Klavier, bei der er den Sopran Christine Simolka auf dem Piano begleitete. Nach einem abwechslungsreichen Variationssatz des Musikers über das traditionelle Volkslied «The House of the Rising Sun» für Klavier (2006/07) spielte der Tenorsaxophonist Andrea Formeti noch zwei sogenannte «Riffs», die ebenfalls der begleitende Pianist René Wohlhauser geschrieben hatte.
Anschliessend begaben sich alle Anwesenden auf einen Rundgang, bei dem unter musikalischer Begleitung durch den Saxophonisten Andrea Formeti die Gedenktafeln zu Ehren Jean Tinguelys an den verschiedenen Wohn- und Wirkungsorten des Künstlers enthüllt wurden.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung

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