Rolf De Marchi

Januar 14, 2011

Gigantische Raum-Zeitmaschine

Abgelegt unter: Musik — rolf @ 12:53 am

Über dreissig Museen und acht Kulturinstitutionen warten an der Museumsnacht Basel 2011 mit einem vielfältigen Angebot aus Kunst, Literatur, Musik, Film, Theater und Gastronomie auf.

Wie schon in der vergangnen Dekade wird sich auch in diesem Jahr am Freitag 21. Januar von 18:00 bis 02:00 Uhr Basel und seine Region punktuell in eine gigantische Maschine verwandeln, die faszinierende Reisen durch Raum und Zeit ermöglicht. Rund 500 Veranstaltungen werden in der diesjährigen 11. Ausgabe der Museumsnacht Basel auf dem Programm von gegen 40 Museen und Gastinstituten stehen. Da kann man beispielsweise im Pharmazie-Historischen Museum eine Reise ins Mittelalter machen, wo damals antike ägyptische Mumien zu Pulver verarbeitet und als Medizin eingesetzt wurden. Man kann aber auch im Kunstmuseum Basel ins New York der Sixties zu Andy Warhol reisen oder im Cartoonmuseum Basel einen Trip in die Welt chinesischer Comics unternehmen.
Wie schon die vergangenen Jahre ist auch die aktuelle Museumsnacht um weitere Veranstaltungen gewachsen. Zum ersten Mal beteiligen sich das Historische Museum, das Kutschenmuseum, das Sportmuseum Schweiz sowie das Haus für elektronische Künste (ehemals plug.in); das Museum.BL wiederum wird im Theater Basel zu Gast sein.
Ergänzt werden die Ausstellungen der verschiedenen Museen und Institutionen durch ein enormes Angebot an zusätzlichen Veranstaltungen. Da kann im Kunstmuseum das perfekteste Andy Warhol-Double gewählt werden, in der Basler Papiermühle erotischen Text gelauscht oder Cancan aus Paris genossen werden und im Musikmuseum darf man Vogelstimmen erraten. Gross auch die Möglichkeiten für Kinder und Familien. Bergtüchtige Kids können in der Fondation Beyeler «Klettermalen», im Anatomischen Museum wiederum können die Kleinen als Detektive auf Verbrecherjagt gehen oder im Haus für elektronische Künste Roboter aus Elektroschrott bauen.
Neben dem Auge kommt auch das Ohr reichlich auf seine Kosten. Von Klezmermusik im Jüdischen Museum über Vorführungen mechanischer Musikinstrumente im Museum für Musikautomaten in Seewen zu A Cappella-Gesang mit der Vokaltruppe «The Glue» im Musikmuseum Basel oder alten französischen Chansons in der Papiermühle reicht das vielfältige Angebot.
Die Qual der Wahl stellt sich nicht zuletzt auch bezüglich der Gaumenfreunden: Zwischen Chinesische Küche im Cartoonmuseum, Pariser Köstlichkeiten in der Papiermühle, Bündner Spezialitäten in der Fondation Beyeler in Riehen, einem Festessen keltischer Art auf dem Münsterplatz und vielem mehr muss man sich da entscheiden. Für die Unermüdlichen schliesslich, für die die Nacht erst nach 2 Uhr beginnt, gibt es After Hours-Partys im Allegra-Club, in der Kuppel, im Nordstern oder im Haus für elektronische Künste auf dem Dreispitzareal.
Neben Nachtbussen der BVB und der BLT, die auch die letzte Nachtschwärmer zuverlässig in die Federn bringen wird, sorgen Sonderkurse der Deutschen Bahn und der elsässischen Distribus für Verbindungen benachbarter Regionen in Deutschland und Frankreich nach Basel. Ein dicht gewobenes Netz von Shuttel-Bussen, Rheinschiffen und Oldtimer-Trams wiederum ermöglicht bequeme Passage zu den verschiedenen Veranstaltungsorten.

Detaillierte Informationen über das Veranstaltungsangebot sowie Verkehrsverbindungen können über das in den Museen und den Vorverkaufsstellen aufliegende Programm sowie über www.museumsnacht.ch bezogen werden.

Erschienen in der Basellandschaftlichen Zeitung

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